Jeder kennt sie, der eine liebt sie, der andere hasst sie.
Die Rede ist von unseren Suchmaschinen im Internet.
Zum einen sind hier die „Echten“ Suchmaschinen wie google und Co. die mittels Spiderprogrammen die Internetseiten durchforsten und eine Datenbank hinterlegen in der man letztendlich sucht und zum anderen gibt es Suchmaschinen wie Metacrawler oder MetaGer die keine Datenbanken besitzen und auch nicht die Milliarden von Webseiten durchsuchen um zu Ihrem Ergebnis zu kommen, sondern einfach in den vorhanden Suchmaschinen suchen und dem Surfer eine Ergebnisbündelung „aller“ Suchmaschinen überliefern.
Als drittes hätten wir noch spezielle Suchdienste wie z.B. geizkragen.de, wo nur bestimmte Zielgruppen umworben werden (in diesem Fall preisorientierte Käufer). Das Gleiche gibt es auch für Lieferanten (WLW.de), Kinder (www.blinde-kuh.de), etc.
Eigentlich könnte man auch ebay dazurechnen, da hier speziell Auktionsinteressierte nach zigtausend Artikeln suchen können.
Sucht man zum Beispiel einen Namen oder eine Redewendung so empfiehlt sich der einfache Trick den Suchtext komplett in Anführungszeichen zusetzen. Dann werden nur Einträge gezeigt mit dieser Textkombination. Ansonsten würde jedes einzelne Wort gesucht und auch mit Seitenlink angezeigt, bei der Version mit den Anführungszeichen wird genau diese Textpassage gesucht und nur diese Seiten angezeigt. Einige Suchmaschinen bieten auch Filter an nach Sprache oder Herkunft.
Bei Google unter „erweiterte Suche“ kann man auch Ausschlüsse vornehmen (ohne bestimmte Wörter). Weitere Filtermöglichkeiten bei Google sind Nach Position auf der Seite, Jungendfilter, Aktualität der Seiten, Domains, etc. Was sich aber immer empfiehlt ist mehrere Suchwörter zu verwenden.
Beachten sollte man aber Substantive und Verben bevorzugt zu verwenden, da Adverb, Pronomen, etc. meist von den Suchmaschinen unberücksichtigt bleiben.
Nach der Zeit sollte man sich auf ein bis zwei Suchmaschinen einigen, da jede ein etwas anderes Suchschema verwendet und man sich persönlich auch erst einmal auf diese hin „einarbeiten“ muss.
Die Vorbereitung für Suchmaschienen beginnt schon mit der Wahl des Domainnamens.
Der Name sollte schon einen Teil der Seite wiedergeben. Nehmen wir das Beispiel einer Seite über Rennmäuse.
Hier wurde www.rennmaus-online.de verwendet. Wir haben hier zwar nicht das Ideal mit nur dem Namen Rennmaus, aber es ist schonmal drin enthalten und fällt dadurch alleine schon mit unter die Suchergebnisse "Rennmaus".
Der nächste Punkt ist der Titel der Seite.
Auch dieser wird von vielen Suchmaschinen mit einbezogen. Also aussagekräfter Titel zum Inhalt der Seite.
Im Beispiel unten
<title>Rennmäuse - Haltung und Pflege</title>.
Dann kommen die sogenannten Metatags zum Einsatz.
Hier die wichtigsten:
<meta name="Keywords" content="... Hier können einzelne Suchbegriffe zur Webseite hinterlegt werden. Die Begriffe, die auch Umlaute enthalten dürfen werden jeweils mit Komma getrennt. Man sollte die Menge auf 250 Zeichen beschränken, da je nach Suchmaschine nur eine begrenzte Anzahl aufgenommen wird. Auch nennen sie keine Begriffe drei mal oder mehr, ansonsten kann es als Spam gewertet werden.
<meta name="Description" content=" ... Hier erfolgt ein umschreibender Fleißtext zum Seiteninhalt. Diesen sollte man auch wie oben einschränken.
<meta name="Author" content=" ... Hier darf sich der Autor der Seite verewigen. Oft wird hinter den Namen auch die Webseite des Autors mit hinzugefügt. Dies von daher interessant, da es auch Suchmaschinen gibt, die nach solchen Eintägen suchen können und man so einen Überblick über die Tätigkeit des Urhebers erlangen kann.
<meta name="Robots" content=" ... Dies ist die Inforzeile für den Suchrobot der Suchmaschine. Meist wird hier dem Robot mitgeteilt, dass er die Seite indexieren und den Links folgen soll (INDEX,FOLLOW). Eine Aufstellung dazu findet Ihr hier auf der Seite.
<meta name="Revisit-after" content=" .. Hier kommt die zweite Information für den Robot und zwar in welchen Abständen er die Seite neu besuchen soll. Man könnte jetzt sagen jeden Tag, aber dies ist von daher schon hinfällig, da der Robot meist bis zu 2 Wochen braucht um einmal "rund gelaufen" zu sein.
Es gibt noch weitere für Thema der Seite, Seitenart, Zielgruppe ... aber da diese nicht von allen Suchmaschinen gepflegt werden und man dazu noch wissen muss wie z.B. die Zielgruppenstruktur bei der entsprechenden Suchmaschine heisst, habe ich sie erstmal aussen vor gelassen.
Natürlich gibt es auch genug Programme im Web, die einem bei der Erstellung helfen können (pagetools.de, metaner.de)
Und hier ein Beispiel für den Kopfbereich einer Webseite:
<head>
<title>Rennmäuse - Haltung und Pflege</title>
<meta name="Keywords" content="Rennmaus, Rennmäuse, Wüstenrennmaus, Wüstenrennmäuse, mongolische Wüstenrennmaus, Gerbile" />
<meta name="Description" content="Die Pflege und Haltung von Rennmäusen, Tipps und Tricks." />
<meta name="Author" content="Elmar Storch - www.rennmaus-online.de" />
<meta name="Robots" content="INDEX,FOLLOW" />
<meta name="Revisit-after" content="20 days" />
</head>
Eine weitere Möglichkeit sind Textformatierungen.
Überschriften (<h1> bis <h6>) werden als wichtige Informationspunkte der Seite
angesehen, das sie ja auch in aller Regel den Inhalt des nachfolgenden Textes beschreiben. Ebenso gilt es für fett markierte Textpassagen oder Wörter (<b> und <strong>).
Nun ja, irgendwann hat man sich mal etwas Webspace gemietet und möchtet auch sein gerade vollendetes Werk so ins Internet stellen, dass es auch von den Suchmaschinen gefunden wird.
Es gibt viele Firmen, die solche Anmeldeprozeduren im Internet anbieten, doch das kostet meist bzw. kann mit recht viel Spam enden, da fast überall die E-Mail-Adresse engegeben werden muss und die Anmeldungen in Suchmaschinen vorgenommen werden, die eh meist in Übersee liegen.
Wer sich jetzt sagt, dann gebe ich eine falsche ein, der wird wohl kaum in der Suchmaschine aufgenommen werden, da an die angegebene E-Mail-Adresse ein sogenannter Freischaltungs- oder auch Verifizierungslink geschickt wird, der bestätigt werden muss um die Eintragung bei dem Suchdient durchzuführen.
Jeder "echte" Suchdienst an sich hat auch irgendwo einen Link (meist was versteckt) in dem man seine Seite eintragen kann.
Beispiel: Google.de oder
Lycos.de
Ein wichtiger Punkt sei auch gesagt:
Zu häufiges Anmelden bei einem Suchdienst kann als Spam gewertet werden und man kommt auf die schwarze Liste, d.h. man wird für diesen Suchdienst gesperrt und die Webseite bleibt aussen vor. Einmal im Quartal sollte reichen. Bedenke auch, dass nach der Anmeldung erst Wochen vergehen können bis der jeweilige Robot deine Seite durchsucht.
Sogenannte Linklisten können auch weiterhelfen. Man nimmt einen Link des Gegenübers mit in seine Seite auf und dafür wird auf deren Seite unser Link gesetzt. Dies hat aber hauptsächlich den Hintergund die Webseite im Ranking, d.h. in der Position weiter nach oben zu bekommen.
?? Was heisst das?
Gehen wir mal davon aus, die Webseiten sind schon von den Suchmaschinen aufgenommen worden. Nun wird unsere Seite aber erst an 124ter Stelle angezeigt. Die Chance, dass dann noch jemand darauf klickt ist recht gering. Also versucht man mittels der Linklisten die Seite im Ranking weiter nach oben zu bekommen.
Gerade Google baut mit auf diesem System auf. Hier geht es allerdings nicht um die Masse sondern um Klasse.
Erscheint ein Link zu unserer Seite nur auf einer "Wald- und Wiesenseite", dann stuft Google diese als uninteressant ein, auch wenn es hunderte dieser Seiten sind.
Erscheint der Link allerdings auf einer Bekannten Seite z.B. Berlin.de, Siemens.de, etc. dann kommt die Schlussfolgerung "Wenn die diese Seite aufnehmen, dann scheint sie wohl interessant zu sein"
Google bietet angemeldeten Webseitenbesitzern auch den "Service" an seine eigene Seite google näher bekannt zu machen, damit diese die wiederrum genauer indexieren können.
Dafür muss man eine sogenannte Google-Sitemap erstellen und zwar am besten im XML-Format.
Es gibt mittlerweile einige Tools mit denen man das offline auf seinem Rechner ausführen kann, oder kostenlose Webseitenabieter wie z.B. auf XML-sitemaps.com (Begrenzung auf 500 Seiten) die innerhalb weniger Sekunden mehrere Formate zur Verfügung stellen ... ODER man nimmt den manuellen Weg, der im Prinzip auch recht einfach ist, wenn der erste Satz erstmal steht.
In dem unten aufgeführten Beispiel ist der pink gefärbte Anfang und das Ende der feste Bestandteil der sitemap.xml.
Jede einzelne Linkinformation steht aufgeteilt in weitere Informations-Tags zwischen den Tags <url> ... </url>.
Zwischen <loc>...</loc> steht die zu indexierende Datei mit voller Browser-Pfadangabe (z.B. http://www.agadoo.de/index.htm).
Hinter <priority> verbirgt sich die "Wichtigkeit" der Informationen auf der Seite. Die Bandbreite läuft von 0.0 bis 1.0 und ist nur optional.
Unter <lastmod> steht lediglich wann die Datei geändert wurde. Auch dies ist optional.
Zu guter letzt der <changefreq>-Tag. Dieser wird benutzt um die Häufigkeit der Änderungen Eurer Website zu bestimmen. Daraus wiederum setzt Google die Besuchsintervalle für den Google-Bot zusammen. Möglichkeiten sind hierbei always, hourly, daily, weekly, monthly, yearly, never. Auch diese Funktion ist rein optional.
<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<urlset
xmlns="http://www.sitemaps.org/schemas/sitemap/0.9"
xmlns:xsi="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"
xsi:schemaLocation="
http://www.sitemaps.org/schemas/sitemap/0.9
http://www.sitemaps.org/schemas/sitemap/09/sitemap.xsd">
<url>
<loc>http://www.agadoo.de/index.htm</loc>
<priority>0.5</priority>
<lastmod>2007-02-16T22:08:45+00:00</lastmod>
<changefreq>daily</changefreq>
</url>
</urlset>
Es reicht im Prinzip nur eine Linkauflistung zu erstellen und mit <loc>...</loc> die vorhandenen Links aufzulisten, da die anderen Funktionen zwar zur Verfügung stehen, aber nicht von nöten sind und von google eh selbst bewertet werden.
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